FREIWILLIGE FEUERWEHR
EHINGEN (DONAU)

Feuerwehrzufahrten müssen ständig freigehalten werden

Jeder Autofahrer kennt die Situation: Falsch abgestellte Fahrzeuge machen die Straße zum Nadelöhr, zugeparkte Ecken lassen einen kaum um die Kurve kommen und versperren zudem die Sicht. Was im normalen Straßenverkehr schon ärgerlich ist, behindert im Notfall Feuerwehr oder Rettungsdienste.

Wenn die Frauen und Männer der Feuerwehr zu einem Einsatz alarmiert werden muss es schnell gehen. Leider kommt es immer wieder vor, dass Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge auf ihrer Anfahrt zum Einsatz durch parkende Fahrzeuge behindert werden. Dadurch geht wertvolle Zeit für die Rettung von Menschenleben verloren.

Die Fahrzeuge der Feuerwehr sind meist größer als andere Fahrzeuge. Die Größe und der Aufbau der Feuerwehrfahrzeuge haben Auswirkungen auf die Wendigkeit eines solchen Fahrzeugs im Straßenverkehr. Deshalb ist die Feuerwehr auf die Rücksicht anderer Verkehrsteilnehmer angewiesen. Speziell in Wohngebieten behindern jedoch parkende Fahrzeuge oft die Zufahrt.

In diesem Zusammenhang bittet Ihre Feuerwehr darum:

  • Halten Sie gekennzeichnete Freiflächen und Fahrwege für die Einsatzfahrzeuge immer frei.
  • Parken Sie nicht an Kreuzungen und Einmündungen.
  • Ihr Auto muss so geparkt werden, dass jederzeit Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr freie Durchfahrt haben.
  • Damit die Fahrzeugtüren geöffnet und die Fahrzeugbeladung entnommen werden kann, ist eine Mindestdurchfahrtsbreite von drei Metern nötig.
  • Blockieren Sie keine mit dem Zusatzschild „Feuerwehrzufahrt“ gekennzeichneten Zufahrtswege und Stellflächen. Entsprechend gekennzeichnete Rettungswege müssen immer freigehalten werden.
  • Halten Sie Hydranten auf den Straßen und Gehwegen frei. Unterflurhydranten erkennt man an den ovalen Schachtdeckeln mit der Aufschrift „Hydrant“. Parkt ein Auto auf diesen, kann die Feuerwehr kein Löschwasser entnehmen und muss den nächsten Hydranten suchen – das kostet viel Zeit

Bild und Text: Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg

Auch die neue Drehleiter wird mit auf dem Marktplatz ausgestellt.

Am Samstag, 15. Oktober 2022, wird die Ehinger Feuerwehr von 10.00 – 15.00 Uhr ihre Fahrzeuge und Gerätschaften auf dem Ehinger Marktplatz sowie in der Hauptstraße zur Schau stellen. Neben den „normalen“ Löschfahrzeugen werden auch die Sonderfahrzeuge des Gefahrgutzuges, der Führungsgruppe und der Feuerwehroldtimer zu sehen sein. Auch die Abrollbehälter mit all ihren Einsatzgerätschaften werden aufgebaut sein.

Da coronabedingt in den letzten Jahren kein Tag der offenen Tür durchgeführt werden konnte, besteht nunmehr endlich die Möglichkeit, der interessierten Bevölkerung den modernen Fuhrpark der Ehinger Feuerwehr vorzustellen.

Die Feuerwehrangehörigen freuen sich auf viele Besucher und stehen an den einzelnen Fahrzeugen für Fragen gerne zur Verfügung.

Ludwig Griener freut sich über einen „Feuerwehr“-Bienenkasten, der ihm von Stadtbrandmeister Oliver Burget überreicht wurde.

Seit dem 01. Juli 1985 ist Ludwig Griener als Leiter des Rechts- und Ordnungsamts für unsere Feuerwehr verantwortlich. Nun geht er zum 01.04.2022 nach fast 37 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand.

Die Feuerwehr Ehingen mit ihren 19 Einsatzabteilungen durfte Ludwig Griener im Rahmen einer Gesamtaussschusssitzung in einer gemütlichen Runde Danke sagen für die über 36 gemeinsamen Jahre, in denen er die Feuerwehr maßgeblich mitgestaltet und mitgeprägt hat.

Mit Zitaten seines Lieblingsdichters Wilhelm Busch wurden die jahrzehntelangen Verdienste von Ludwig Griener umrandet. So ging Stadtbrandmeister Oliver Burget auch auf die Zeiten ein, in denen es bei der Stadtverwaltung eine Haushaltssperre gab ober auch die Zeiten, die bei der Feuerwehr turbulent waren. „Auch dies sind Teile unserer gemeinsamen Geschichte – deswegen dürfen wir sie im Rückblick auch nicht weglassen“ so der Stadtbrandmeister. Unzählige Ideen und Projekte wurden von Ludwig Griener in all der Zeit angestoßen und umgesetzt. Als Beispiele seien die Floriansmesse, die Erstellung des Feuerwehrstrukturpapiers 2000 – 2010 sowie der aktuelle Feuerwehrbedarfsplan 2018 – 2025 genannt. Seine Herzensangelegenheit war jedoch die Unterstützung der Jugendfeuerwehren. So wurden sämtliche Jugendfeuerwehrgruppen im Stützpunkt Ehingen und in den Unterstützpunkten Rißtissen, Kirchen, Alb und Pfarrei mit Hilfe seiner Unterstützung und die der Stadtverwaltung gegründet. „Die Jugend ist unsere Zukunft!“ betonte Ludwig Griener immer bei den zahlreichen Abteilungsversammlungen der Einsatzabteilungen. Neben weiteren zahlreichen Aktionen war ihm auch immer die Zusammenarbeit aller Feuerwehrleute ein sehr wichtiges Anliegen.

Als Dank für die gemeinsame Zeit überreichte Stadtbrandmeister Oliver Burget ihm zunächst jedoch eine Aufgabe, die Ludwig Griener zu Hause erfüllen musste. Der erste Dank und das erste Geschenk gingen an die Ehefrau von Ludwig Griener, die oftmals auf Ihren Mann zugunsten der Feuerwehr verzichten musste.

Neben weiteren Präsenten dankte die Feuerwehr ihrem bisherigen Amtsleiter mit einem Bienenkasten, der zu einem Feuerwehrfahrzeug verwandelt wurde. „Wir haben uns überlegt, wie wir das Hobby Bienen und das heimliche Hobby Feuerwehr miteinander verbinden können“, erklärte Stadtbrandmeister Oliver Burget dem sichtlich erfreuten Amtsleiter.

Mit einem traditionellen „Patsch Nass“ und einer stehenden Ovation dankten die Mitglieder des Gesamtauschusses dem scheidenden Amtsleiter für die überaus erfolgreiche Zusammenarbeit in all den Jahrzehnten.

Jährlich sterben in der Bundesrepublik etwa 400 Menschen an den Folgen von Verbrennungen oder ersticken im Brandrauch. Noch sehr viele mehr werden dadurch verletzt. Die Höhe der Brandschäden erreicht inzwischen ca. 4 bis 5 Mrd. Euro, Tendenz steigend. Ein Großteil dieser schlimmen Ereignisse entsteht durch Unachtsamkeit – und wird durch Unwissenheit oft noch schlimmer.

Gehen Sie im Brand- oder Unglücksfall immer in der Reihenfolge retten–alarmieren–löschen vor und bleiben Sie ruhig. Bringen Sie sich und andere gefährdete Personen in Sicherheit und schließen Sie Fenster und Türen. Der Rauch ist bei einem Brand das größte Problem für die Menschen im Gebäude und für die Feuerwehr. In weniger als drei Minuten sinkt durch den entstehenden Brandrauch die Sichtweite meist so weit ab, dass betroffene Personen die Orientierung verlieren und sich nicht mehr in Sicherheit bringen können.

Rauch muss frühzeitig entdeckt werden

  • Automatische Rauchmelder erledigen diese Aufgabe auch, wenn der Mensch schläft. Rauchmelder müssen im Flur, Wohn-, Kinder- und Schlafzimmer eingebaut werden.
  • Der Rauch darf sich nicht ausbreiten.Schließen Sie die Tür des Zimmers, in dem es brennt. Schließen Sie nach Verlassen der Wohnung auch die Tür zum Treppenhaus.

Alarmieren Sie Ihre direkte Umgebung und die Feuerwehr

  • Alarmieren Sie die Menschen in den umgebenden Zimmern. Denken Sie an Kinder und Kranke, an seh-, hör- oder gehbehinderte Menschen.
  • Alarmieren Sie die Feuerwehr über den europaweit gültigen Notruf 112. Beachten Sie bei der Alarmierung folgende Ablauf Wo ist der Notfallort?
    Hier ist nicht nur die möglichst genaue Straßenbezeichnung samt Hausnummer (wenn zutreffend) hilfreich, sondern auch der Ort, in dem der Notfall passiert ist. Häufig werden durch die Leitstellen große Gebiete bearbeitet, in dem es dann mehr als eine „Hauptstraße“ oder „Bahnhofsstraße“ gibt. Die Nennung des Ortes vermeidet, dass in mehreren Gemeinden Rettungskräfte alarmiert werden. Was ist passiert?
    Abhängig davon, ob es sich um einen Unfall, ein Feuer oder eine sonstige technische Hilfeleistung handelt, werden unterschiedliche Fahrzeuge alarmiert – beim Müllcontainerbrand kommt die Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug, beim Handtaschenraub die Polizei im Streifenwagen. Wer ruft an?
    Gerade, wenn eine Einsatzstelle beispielsweise beim außer Kontrolle geratenen Lagerfeuer im Wald schwer von außen zu finden ist, ist es für die Einsatzkräfte hilfreich, wenn die Leitstelle den Anrufer nochmals kontaktieren kann. Warten auf Rückfragen!
    Aufregung und Anspannung sind normal – schließlich wählt man nicht jeden Tag den Notruf! Falls man nun in der Hektik eine wichtige Angabe vergessen hat, werden die routinierten Leitstellenmitarbeiter dies abfragen. Daher sollte man nie als erster auflegen, sondern warten, bis die Notrufstelle erklärt hat, dass sie alle Informationen hat.

Verlassen Sie das Gebäude

  • schnell, aber nicht überhastet, zusammen mit allen in der Wohnung Anwesenden
  • Die giftigen und heißen Brandgase sammeln sich meist zuerst unter der Decke des Raumes und strömen von dort zum Boden. Bleiben Sie deshalb in Bodennähe, zur Not kriechen Sie auf „allen vieren“ raus.
  • Benutzen Sie unter keinen Umständen Aufzüge: Diese werden zur tödlichen Falle, wenn sie sich mit Rauch füllen oder nach einem Stromausfall stecken bleiben!
  • Reißen Sie Türen niemals hektisch auf, sondern öffnen Sie diese vorsichtig und ziehen sie gleich wieder zu, falls sich dahinter schon eine dichte Rauchschicht gebildet hat!
  • Sammeln Sie sich draußen an einer sicheren Stelle und prüfen, ob jemand fehlt.
  • Weisen Sie die eintreffenden Rettungskräfte ein und geben ihnen wichtige Informationen, insbesondere, ob und wenn ja in welchen Gebäudeteilen sich noch Menschen oder Tiere befinden.
  • Ist wegen Rauch und Feuer ein gefahrloser Weg ins Freie nicht mehr möglich, bleiben Sie im Zimmer. Machen Sie sich am Fenster bemerkbar. Warten Sie die Ankunft der Feuerwehr ab und folgen Sie deren Anweisungen.

Wenn möglich: Brandbekämpfung einleiten.

  • Nehmen Sie die Brandbekämpfung erst nach der Rettung gefährdeter Menschen und der Alarmierung der Feuerwehr auf. Kein Risiko eingehen!
  • Die Brandbekämpfung nehmen Sie – sofern möglich –  mit Feuerlöscher oder Wasser auf.
  • Versuchen Sie den Brand nur dann selbst zu löschen, wenn Sie dadurch nicht die eigene Gesundheit und das eigene Leben gefährden.
  • Bei Kleinbränden kann das Feuer oft auch mit einer Decke erstickt werden.
  • Fett- und Öl-Brände nie mit Wasser löschen – Explosionsgefahr!
Bild: Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg

Wie gut die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst funktioniert, konnte am Donnerstag, 29.07.2021, in der Feuerwache gezeigt werden: 23 angehende Notfallsanitäter waren einen Tag lang zu Besuch in der Feuerwache Ehingen, um die Arbeit der Feuerwehr kennenzulernen.

Organisiert wurde der Erfahrungsaustausch von den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten Christoph Mönch und Jonas Rommel, die gerade den Beruf des Notfallsanitäters erlernen.

Neben den vielen Erklärungen, welche Fahrzeuge und Technik den Feuerwehren zur Verfügung stehen und wie ein Einsatz organisiert ist, gab es ganz viel Praxis: Die angehenden Notfallsanitäter durften selber mit Schere und Spreizer eine Person aus den Übungs-PKWs retten und versorgen. Auch musste durch die angehenden Notfallsanitäter ein kleines Feuer gelöscht werden, um die Erfahrung zu sammeln, wie die Feuerwehr bei einem Brand vorgeht.

„Wir freuen uns, dass wir mit diesem Praxistag einen Beitrag zu der bereits bestehenden sehr guten Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr leisten konnten“ freute sich Stadtbrandmeister Oliver Burget. Sein Dank gilt stellvertretend für alle Helfer insbesondere den zwei Organisatoren Christoph Mönch und Jonas Rommel.

Für die Freiwillige Feuerwehr Ehingen, Einsatzabteilung Heufelden wurde gemäß dem Feuerwehrbedarfsplan 2018 – 2025 als Ersatz für den 37 Jahre alten Mannschaftstransportwagen und den Tragkraftspritzenanhänger aus dem Jahr 1969 ein Gerätewagen-Logistik 1 (GW-L1) beschafft. Gemäß den Planungen kommt das neue Fahrzeug neben den Einsätzen in Heufelden auch im gesamten Stadtgebiet zum Einsatz und wird von den Heufelder Feuerwehrleuten bedient. Eingesetzt wird der Gerätewagen-Logistik 1 hierbei besonders bei Großbränden zur Löschwasserförderung über lange Wegstrecken. In solchen Fällen arbeiten die Feuerwehrabteilungen Dächingen und Heufelden zusammen, um die großen Mengen an Löschwasser an die Einsatzstelle zu befördern. Auch bei großflächigen Unwetterlagen und sonstigen Transportaufgaben kann das neue Fahrzeug universell eingesetzt werden.

„Seine Feuertaufe hat das neue Fahrzeug bereits bei einem Brand hinter sich“ berichtet Stadtbrandmeister Oliver Burget und freut sich zusammen mit dem Abteilungskommandant der Einsatzabteilung Heufelden, Manfred Auberer, darüber, dass mit dem neuen Fahrzeug eine deutliche Verbesserung bei der Bekämpfung von Großbränden erreicht wird. „Die Großbrände in 2018 zeigten uns, dass wir mit dem kurz vorher beschlossenen Feuerwehrbedarfsplan die richtigen Schwachpunkte aufgedeckt haben und auch die passenden Konzepte zur Verbesserung erstellt haben“ erzählt Ehingens oberster Feuerwehrmann. Stolz ist er insbesondere auf die Zusammenarbeit der einzelnen Feuerwehrabteilungen.

Die Kosten für das neue Fahrzeug lagen bei rund 220.000 Euro, das Land Baden-Württemberg hat die Beschaffung mit einem Zuschuss von 25.500 Euro bezuschusst.

Alarmierungsstatus

Löschzug
I
Löschzug
II
Gruppe
I
Gruppe
II
Gruppe
III
Gruppe
IV

Einsatzstatistik

Gesamt 2022 282
THL 107 (38%)
Brand 85 (30%)
BMA 47 (17%)
Ölspur 22 (8%)
VU 21 (7%)

Stadt Ehingen (Donau)

Ehingen (Donau)

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