FREIWILLIGE FEUERWEHR
EHINGEN (DONAU)

Bundesfreiwilligendienstleistende*r gesucht!

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Ehingen (Donau) ist derzeit die Stelle für den Bundesfreiwilligendienst zum 01.09.2022 noch unbesetzt.

Für eine Bewerbung wird nicht unbedingt Feuerwehrwissen oder eine Feuerwehrausbildung benötigt – auch Quereinsteiger*innen sind herzlich willkommen!

Für Rückfragen stehen wir sehr gerne unter Mail: , Telefon: 07391/503-380 oder 07391/503-370 zur Verfügung.

Ludwig Griener freut sich über einen „Feuerwehr“-Bienenkasten, der ihm von Stadtbrandmeister Oliver Burget überreicht wurde.

Seit dem 01. Juli 1985 ist Ludwig Griener als Leiter des Rechts- und Ordnungsamts für unsere Feuerwehr verantwortlich. Nun geht er zum 01.04.2022 nach fast 37 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand.

Die Feuerwehr Ehingen mit ihren 19 Einsatzabteilungen durfte Ludwig Griener im Rahmen einer Gesamtaussschusssitzung in einer gemütlichen Runde Danke sagen für die über 36 gemeinsamen Jahre, in denen er die Feuerwehr maßgeblich mitgestaltet und mitgeprägt hat.

Mit Zitaten seines Lieblingsdichters Wilhelm Busch wurden die jahrzehntelangen Verdienste von Ludwig Griener umrandet. So ging Stadtbrandmeister Oliver Burget auch auf die Zeiten ein, in denen es bei der Stadtverwaltung eine Haushaltssperre gab ober auch die Zeiten, die bei der Feuerwehr turbulent waren. „Auch dies sind Teile unserer gemeinsamen Geschichte – deswegen dürfen wir sie im Rückblick auch nicht weglassen“ so der Stadtbrandmeister. Unzählige Ideen und Projekte wurden von Ludwig Griener in all der Zeit angestoßen und umgesetzt. Als Beispiele seien die Floriansmesse, die Erstellung des Feuerwehrstrukturpapiers 2000 – 2010 sowie der aktuelle Feuerwehrbedarfsplan 2018 – 2025 genannt. Seine Herzensangelegenheit war jedoch die Unterstützung der Jugendfeuerwehren. So wurden sämtliche Jugendfeuerwehrgruppen im Stützpunkt Ehingen und in den Unterstützpunkten Rißtissen, Kirchen, Alb und Pfarrei mit Hilfe seiner Unterstützung und die der Stadtverwaltung gegründet. „Die Jugend ist unsere Zukunft!“ betonte Ludwig Griener immer bei den zahlreichen Abteilungsversammlungen der Einsatzabteilungen. Neben weiteren zahlreichen Aktionen war ihm auch immer die Zusammenarbeit aller Feuerwehrleute ein sehr wichtiges Anliegen.

Als Dank für die gemeinsame Zeit überreichte Stadtbrandmeister Oliver Burget ihm zunächst jedoch eine Aufgabe, die Ludwig Griener zu Hause erfüllen musste. Der erste Dank und das erste Geschenk gingen an die Ehefrau von Ludwig Griener, die oftmals auf Ihren Mann zugunsten der Feuerwehr verzichten musste.

Neben weiteren Präsenten dankte die Feuerwehr ihrem bisherigen Amtsleiter mit einem Bienenkasten, der zu einem Feuerwehrfahrzeug verwandelt wurde. „Wir haben uns überlegt, wie wir das Hobby Bienen und das heimliche Hobby Feuerwehr miteinander verbinden können“, erklärte Stadtbrandmeister Oliver Burget dem sichtlich erfreuten Amtsleiter.

Mit einem traditionellen „Patsch Nass“ und einer stehenden Ovation dankten die Mitglieder des Gesamtauschusses dem scheidenden Amtsleiter für die überaus erfolgreiche Zusammenarbeit in all den Jahrzehnten.

Jährlich sterben in der Bundesrepublik etwa 400 Menschen an den Folgen von Verbrennungen oder ersticken im Brandrauch. Noch sehr viele mehr werden dadurch verletzt. Die Höhe der Brandschäden erreicht inzwischen ca. 4 bis 5 Mrd. Euro, Tendenz steigend. Ein Großteil dieser schlimmen Ereignisse entsteht durch Unachtsamkeit – und wird durch Unwissenheit oft noch schlimmer.

Gehen Sie im Brand- oder Unglücksfall immer in der Reihenfolge retten–alarmieren–löschen vor und bleiben Sie ruhig. Bringen Sie sich und andere gefährdete Personen in Sicherheit und schließen Sie Fenster und Türen. Der Rauch ist bei einem Brand das größte Problem für die Menschen im Gebäude und für die Feuerwehr. In weniger als drei Minuten sinkt durch den entstehenden Brandrauch die Sichtweite meist so weit ab, dass betroffene Personen die Orientierung verlieren und sich nicht mehr in Sicherheit bringen können.

Rauch muss frühzeitig entdeckt werden

  • Automatische Rauchmelder erledigen diese Aufgabe auch, wenn der Mensch schläft. Rauchmelder müssen im Flur, Wohn-, Kinder- und Schlafzimmer eingebaut werden.
  • Der Rauch darf sich nicht ausbreiten.Schließen Sie die Tür des Zimmers, in dem es brennt. Schließen Sie nach Verlassen der Wohnung auch die Tür zum Treppenhaus.

Alarmieren Sie Ihre direkte Umgebung und die Feuerwehr

  • Alarmieren Sie die Menschen in den umgebenden Zimmern. Denken Sie an Kinder und Kranke, an seh-, hör- oder gehbehinderte Menschen.
  • Alarmieren Sie die Feuerwehr über den europaweit gültigen Notruf 112. Beachten Sie bei der Alarmierung folgende Ablauf Wo ist der Notfallort?
    Hier ist nicht nur die möglichst genaue Straßenbezeichnung samt Hausnummer (wenn zutreffend) hilfreich, sondern auch der Ort, in dem der Notfall passiert ist. Häufig werden durch die Leitstellen große Gebiete bearbeitet, in dem es dann mehr als eine „Hauptstraße“ oder „Bahnhofsstraße“ gibt. Die Nennung des Ortes vermeidet, dass in mehreren Gemeinden Rettungskräfte alarmiert werden. Was ist passiert?
    Abhängig davon, ob es sich um einen Unfall, ein Feuer oder eine sonstige technische Hilfeleistung handelt, werden unterschiedliche Fahrzeuge alarmiert – beim Müllcontainerbrand kommt die Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug, beim Handtaschenraub die Polizei im Streifenwagen. Wer ruft an?
    Gerade, wenn eine Einsatzstelle beispielsweise beim außer Kontrolle geratenen Lagerfeuer im Wald schwer von außen zu finden ist, ist es für die Einsatzkräfte hilfreich, wenn die Leitstelle den Anrufer nochmals kontaktieren kann. Warten auf Rückfragen!
    Aufregung und Anspannung sind normal – schließlich wählt man nicht jeden Tag den Notruf! Falls man nun in der Hektik eine wichtige Angabe vergessen hat, werden die routinierten Leitstellenmitarbeiter dies abfragen. Daher sollte man nie als erster auflegen, sondern warten, bis die Notrufstelle erklärt hat, dass sie alle Informationen hat.

Verlassen Sie das Gebäude

  • schnell, aber nicht überhastet, zusammen mit allen in der Wohnung Anwesenden
  • Die giftigen und heißen Brandgase sammeln sich meist zuerst unter der Decke des Raumes und strömen von dort zum Boden. Bleiben Sie deshalb in Bodennähe, zur Not kriechen Sie auf „allen vieren“ raus.
  • Benutzen Sie unter keinen Umständen Aufzüge: Diese werden zur tödlichen Falle, wenn sie sich mit Rauch füllen oder nach einem Stromausfall stecken bleiben!
  • Reißen Sie Türen niemals hektisch auf, sondern öffnen Sie diese vorsichtig und ziehen sie gleich wieder zu, falls sich dahinter schon eine dichte Rauchschicht gebildet hat!
  • Sammeln Sie sich draußen an einer sicheren Stelle und prüfen, ob jemand fehlt.
  • Weisen Sie die eintreffenden Rettungskräfte ein und geben ihnen wichtige Informationen, insbesondere, ob und wenn ja in welchen Gebäudeteilen sich noch Menschen oder Tiere befinden.
  • Ist wegen Rauch und Feuer ein gefahrloser Weg ins Freie nicht mehr möglich, bleiben Sie im Zimmer. Machen Sie sich am Fenster bemerkbar. Warten Sie die Ankunft der Feuerwehr ab und folgen Sie deren Anweisungen.

Wenn möglich: Brandbekämpfung einleiten.

  • Nehmen Sie die Brandbekämpfung erst nach der Rettung gefährdeter Menschen und der Alarmierung der Feuerwehr auf. Kein Risiko eingehen!
  • Die Brandbekämpfung nehmen Sie – sofern möglich –  mit Feuerlöscher oder Wasser auf.
  • Versuchen Sie den Brand nur dann selbst zu löschen, wenn Sie dadurch nicht die eigene Gesundheit und das eigene Leben gefährden.
  • Bei Kleinbränden kann das Feuer oft auch mit einer Decke erstickt werden.
  • Fett- und Öl-Brände nie mit Wasser löschen – Explosionsgefahr!
Bild: Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg

Wie gut die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst funktioniert, konnte am Donnerstag, 29.07.2021, in der Feuerwache gezeigt werden: 23 angehende Notfallsanitäter waren einen Tag lang zu Besuch in der Feuerwache Ehingen, um die Arbeit der Feuerwehr kennenzulernen.

Organisiert wurde der Erfahrungsaustausch von den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten Christoph Mönch und Jonas Rommel, die gerade den Beruf des Notfallsanitäters erlernen.

Neben den vielen Erklärungen, welche Fahrzeuge und Technik den Feuerwehren zur Verfügung stehen und wie ein Einsatz organisiert ist, gab es ganz viel Praxis: Die angehenden Notfallsanitäter durften selber mit Schere und Spreizer eine Person aus den Übungs-PKWs retten und versorgen. Auch musste durch die angehenden Notfallsanitäter ein kleines Feuer gelöscht werden, um die Erfahrung zu sammeln, wie die Feuerwehr bei einem Brand vorgeht.

„Wir freuen uns, dass wir mit diesem Praxistag einen Beitrag zu der bereits bestehenden sehr guten Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr leisten konnten“ freute sich Stadtbrandmeister Oliver Burget. Sein Dank gilt stellvertretend für alle Helfer insbesondere den zwei Organisatoren Christoph Mönch und Jonas Rommel.

Für die Freiwillige Feuerwehr Ehingen, Einsatzabteilung Heufelden wurde gemäß dem Feuerwehrbedarfsplan 2018 – 2025 als Ersatz für den 37 Jahre alten Mannschaftstransportwagen und den Tragkraftspritzenanhänger aus dem Jahr 1969 ein Gerätewagen-Logistik 1 (GW-L1) beschafft. Gemäß den Planungen kommt das neue Fahrzeug neben den Einsätzen in Heufelden auch im gesamten Stadtgebiet zum Einsatz und wird von den Heufelder Feuerwehrleuten bedient. Eingesetzt wird der Gerätewagen-Logistik 1 hierbei besonders bei Großbränden zur Löschwasserförderung über lange Wegstrecken. In solchen Fällen arbeiten die Feuerwehrabteilungen Dächingen und Heufelden zusammen, um die großen Mengen an Löschwasser an die Einsatzstelle zu befördern. Auch bei großflächigen Unwetterlagen und sonstigen Transportaufgaben kann das neue Fahrzeug universell eingesetzt werden.

„Seine Feuertaufe hat das neue Fahrzeug bereits bei einem Brand hinter sich“ berichtet Stadtbrandmeister Oliver Burget und freut sich zusammen mit dem Abteilungskommandant der Einsatzabteilung Heufelden, Manfred Auberer, darüber, dass mit dem neuen Fahrzeug eine deutliche Verbesserung bei der Bekämpfung von Großbränden erreicht wird. „Die Großbrände in 2018 zeigten uns, dass wir mit dem kurz vorher beschlossenen Feuerwehrbedarfsplan die richtigen Schwachpunkte aufgedeckt haben und auch die passenden Konzepte zur Verbesserung erstellt haben“ erzählt Ehingens oberster Feuerwehrmann. Stolz ist er insbesondere auf die Zusammenarbeit der einzelnen Feuerwehrabteilungen.

Die Kosten für das neue Fahrzeug lagen bei rund 220.000 Euro, das Land Baden-Württemberg hat die Beschaffung mit einem Zuschuss von 25.500 Euro bezuschusst.

Jeder Autofahrer kennt die Situation: Falsch abgestellte Fahrzeuge machen die Straße zum Nadelöhr, zugeparkte Ecken lassen einen kaum um die Kurve kommen und versperren zudem die Sicht. Was im normalen Straßenverkehr schon ärgerlich ist, behindert im Notfall Feuerwehr oder Rettungsdienste.

Wenn die Frauen und Männer der Feuerwehr zu einem Einsatz alarmiert werden, muss es schnell gehen. Leider kommt es immer wieder vor, dass Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge auf ihrer Anfahrt zum Einsatz durch parkende Fahrzeuge behindert werden. Dadurch geht wertvolle Zeit für die Rettung von Menschenleben verloren.

Die Fahrzeuge der Feuerwehr sind meist größer als andere Fahrzeuge. Die Größe und der Aufbau der Feuerwehrfahrzeuge haben Auswirkungen auf die Wendigkeit eines solchen Fahrzeugs im Straßenverkehr. Deshalb ist die Feuerwehr auf die Rücksicht anderer Verkehrsteilnehmer angewiesen. Speziell in Wohngebieten behindern jedoch parkende Fahrzeuge oft die Zufahrt.

In diesem Zusammenhang bittet Ihre Feuerwehr darum:

  • Halten Sie gekennzeichnete Freiflächen und Fahrwege für die Einsatzfahrzeuge immer frei.
  • Parken Sie nicht an Kreuzungen und Einmündungen.
  • Ihr Auto muss so geparkt werden, dass jederzeit Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr freie Durchfahrt haben.
  • Damit die Fahrzeugtüren geöffnet und die Fahrzeugbeladung entnommen werden kann, ist eine Mindestdurchfahrtsbreite von drei Metern nötig.
  • Blockieren Sie keine mit dem Zusatzschild „Feuerwehrzufahrt“ gekennzeichneten Zufahrtswege und Stellflächen. Entsprechend gekennzeichnete Rettungswege müssen immer freigehalten werden.
  • Halten Sie Hydranten auf den Straßen und Gehwegen frei. Unterflurhydranten erkennt man an den ovalen Schachtdeckeln mit der Aufschrift „Hydrant“. Parkt ein Auto auf diesen, kann die Feuerwehr kein Löschwasser entnehmen und muss den nächsten Hydranten suchen – das kostet viel Zeit.

Kamine ohne Schornstein werden immer beliebter. Einfach aufbauen und loslegen – so der Anschein. Doch der unsachgemäße Umgang kann enorme Gefahren mit sich bringen. Daher gilt vor Kauf und Betrieb eines Ethanol-Kamins: Sicherheit steht an erster Stelle!

Einen gemütlichen, wohlig warmen Kamin versprechen sogenannte Bio-Ethanol-Kamine. Das ist grundsätzlich auch nicht falsch, denn wo Feuer ist, ist auch Wärme. Allerdings entsteht beim Verbrennen des Ethanols Kohlenstoffdioxid und Wasser. Deswegen muss immer ausreichend gelüftet werden.

Die folgenden Hinweise sollen helfen, Gefahren durch Ethanol-Kamine zu vermeiden:

  • Informieren Sie sich am besten schon vor dem Kauf eines Ethanol-Kamins über mögliche Gefahren beim Umgang damit. Lassen Sie sich beim Kauf von einem Fachmann beraten.
  • Prüfen Sie grundsätzlich, ob offene Flammen in Ihrem Haushalt überhaupt einen sicheren Platz finden.
  • Wenn Ethanol oder andere brennbare Stoffe außerhalb des Kamins in Brand geraten, verständigen Sie in jedem Fall die Feuerwehr unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112, bringen Sie sich und andere in Sicherheit und unternehmen Sie Löschversuche nur dann, wenn Ihnen dies ohne große Gefahr möglich ist. Das geht beispielsweise mit einem Feuerlöscher. Ist kein Feuerlöscher im Haus, kann eine schwere Baumwolldecke helfen, den Brand zu löschen. Besser ist eine spezielle Löschdecke.
  • Befüllen Sie den Kamin nicht, während dieser brennt oder noch heiß ist.
  • Befüllen Sie das Ethanol-Gefäß nie über die angegebene maximale Füllmenge hinaus. Füllen Sie den Brennstoff erst kurz vor dem Entzünden ein, da sich sonst erhebliche Mengen brennbarer Gase bilden, die zu gefährlichen Stichflammen führen können.
  • Nur Ethanol verwenden! Kaufen Sie möglichst reines und damit schadstofffreies Ethanol. Verwenden Sie in keinem Fall andere Brennstoffe!
  • Lassen Sie das Feuer nicht aus den Augen. Verlassen Sie insbesondere nicht Haus oder Wohnung, während der Kamin noch brennt. Gehen Sie auch nicht zu Bett, solange die Flamme noch nicht erloschen ist!
  • Sorgen Sie für ausreichend Abstand zwischen dem Kamin und brennbaren Materialen in der Wohnung.
  • Beim Verbrennen von Ethanol entsteht Wasser und Kohlenstoffdioxid. Das heißt, die Luft wird feuchter und schneller verbraucht. Lüften Sie daher ausreichend und regelmäßig.
  • Der Brennstoff gehört nicht in die Hände von Kindern.

Und wenn es doch einmal brennt: Rufen Sie die Feuerwehr über den Notruf 112!

Bei einem Besuch in der Feuerwache machte sich Oberbürgermeister Alexander Baumann ein Bild von der in diesen Tagen ausgelieferten neuen 30 Meter hohen Drehleiter für die Ehinger Feuerwehr. Bei dieser Gelegenheit bedankte er sich bei allen Feuerwehrleuten für Ihre Bereitschaft und für Ihren Einsatz den Mitmenschen in Ehingen und Umgebung bei Notfällen zu helfen.

Schneller als gedacht konnte die Ersatzbeschaffung für die bisherige Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Ehingen (Donau) bei der Firma Magirus im Ulmer Donautal abgeholt werden. Ursprünglich war die Auslieferung der neuen Drehleiter für das Jahr 2021 vorgesehen. Da ein entsprechendes Fahrgestell für die Drehleiter im Werk zur Verfügung stand, musste nur noch der fünfteilige Leitersatz aufgebaut werden.

Notwendig wurde die Ersatzbeschaffung der Drehleiter durch den bei den Einsätzen verursachten Verschleiß der mittlerweile 24 Jahre alten Drehleiter. Bei zahllosen Bränden, Sturm- und Rettungseinsätzen hatte die Drehleiter jahrzehntelang Ihren Dienst zuverlässig absolviert, bis nun die Zuverlässigkeit zu leiden begonnen hat. Immer öfter mussten technische und elektronische Störungen durch umfangreiche Reparaturen beseitigt werden.

Um einen zuverlässigen Einsatz und eine zuverlässige Verfügbarkeit der Drehleiter sicherzustellen, entschied sich die Stadtverwaltung zusammen mit dem Gemeinderat voriges Jahr die Ersatzbeschaffung der Drehleiter vorzunehmen. Die Landesregierung Baden-Württemberg gewährte zu den Beschaffungskosten in Höhe von rund 850.000 Euro einen Zuschuss von 254.000 Euro.

Breites Aufgabengebiet

Neben der Hauptaufgabe der Drehleiter, den sogenannten zweiten Rettungsweg bei höheren Gebäuden sicherzustellen und Menschen zu retten, kommt die Drehleiter auch bei größeren Bränden mit einem Wasserwerfer zum Einsatz. Hier können die Feuerwehrleute bis zu 2.500 Liter pro Minute auf ein Feuer abgeben. Auch mit der an dem Drehleiterkorb befestigten Krankentragehalterung können Patienten gerettet werden, wenn zum Beispiel das Treppenhaus einmal zu eng sein sollte oder der Patient nur liegend transportiert werden darf. Mit einem Anbaugerät an der neuen Drehleiter ist die Feuerwehr nun auch in der Lage, besonders schwergewichtige Patienten schonend retten zu können. Neben vielen weiteren Details und Funktionen rundet ein überarbeitetes Absturzsystem die neue Drehleiter ab, das die Feuerwehrleute sichert, wenn sie den sicheren Bereich des Drehleiterkorbes verlassen müssen.

Wendekreis ist deutlich kleiner

Eine weitere herausragende Eigenschaft der neuen Drehleiter ist die lenkbare Hinterachse. Mit dieser Hinterradzusatzlenkung verringert sich der Wendekreis der neuen Drehleiter deutlich und erleichtert so das Befahren von engen Zufahrten und Kurven. Aufgrund der Bedarfsermittlung zu Beginn der Beschaffung wurde festgestellt, dass bei den vergangenen Einsätzen mit der Drehleiter zeitaufwendig rangiert werden musste und sich währenddessen das Feuer auch mal in den benachbarten Dachstuhl durchbrannte. Auch bei den engen Gassen im Altstadtbereich sowie in der Innenstadt konnte die lenkbare Hinterachse bereits ihre Vorzüge bei der Vorführung voll ausspielen.

Umfangreiche Einweisungen stehen an

Um die Feuerwehrleute optimal auf den Einsatz mit der neuen Drehleiter vorzubereiten werden diese nun unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen von einem Multiplikatorenteam der Ehinger Feuerwehr in die neue Drehleiter eingewiesen. Die erfahrenen Ausbilder Michael Mouratidis, Daniel Jauer, Christian Gräter, Tobias Maier und Philipp Christ wurden bei der Herstellerfirma Magirus zwei Tage lang im Ulmer Donautal in das neue Gerät eingewiesen, um das Wissen an Ihre Feuerwehrkameraden weitergeben zu können. Aufgrund der umfangreichen und zeitaufwendigen Ausbildungen ist der Einsatz der neuen Drehleiter im Einsatzdienst für den kommenden Januar geplant.

Corona

„Normalerweise wird die Indienststellung einer neuen Drehleiter mit allen zusammen gebührend gefeiert. Auch sei geplant gewesen, einen Tag der offenen Türe zu veranstalteten, um die neue Drehleiter den Bürgerinnen und Bürgern vorstellen zu können. Leider kann dies alles aufgrund der allgemeinen Situation nicht stattfinden“, sagt Stadtbrandmeister Oliver Burget, der sich zusammen mit seinen Feuerwehrleuten darüber freut, wieder über ein zuverlässiges Rettungsgerät zu verfügen.

Oberbürgermeister Alexander Baumann wünschte zum Abschluss seines Besuches den Feuerwehrleuten, dass sie hoffentlich keine schlimmen Einsätze mit der Drehleiter haben werden und dass alle stets gesund und ohne Unfälle von den Einsätzen wieder zurückkommen.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Ehingen wurde diese Woche das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug 10 (HLF 10) in Betrieb genommen. Das Fahrzeug ersetzt den Vorausrüstwagen (VRW), der seinen Dienst nun nach 27 Jahren beendet. Der Vorausrüstwagen diente jahrzehntelang dem schnellen Transport von hydraulischem Rettungsgerät, mit dem eingeklemmte Unfallopfer befreit werden konnten. Als Nachfolger steht der Einsatzabteilung Ehingen nun ein universelleres Fahrzeug zur Verfügung, das nicht nur bei Verkehrsunfällen eingesetzt werden kann, sondern auch bei Bränden oder sonstigen technischen Hilfeleistungen.

HLF 10

Die Ersatzbeschaffung wurde gemäß dem Feuerwehrbedarfsplan umgesetzt und steht der Feuerwehr auch insbesondere bei zeitgleich stattfindenden Einsätzen zur Verfügung. „Mit dieser Ersatzbeschaffung wird unseren Feuerwehrleuten ein Einsatzmittel an die Hand gegeben, mit dem wir hoffentlich vielen Bürgerinnen und Bürgern in Ehingen und Umgebung helfen können, wenn sie Hilfe brauchen“, freut sich Stadtbrandmeister Oliver Burget über das neue Fahrzeug in der Feuerwache. Zu den Anschaffungskosten in Höhe von rund 550.000 Euro gewährte das Land Baden-Württemberg einen Zuschuss von 92.000 Euro.

Der Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg möchte hiermit Hausfrauen und Hausmänner, Heim- und Handwerker gleichermaßen ansprechen.

Bitte merken Sie sich: Elektrizität ist einer der häufigsten Brandstifter, sie ist brand- und lebensgefährlich!

  • Nur Elektrogeräte mit dem VDE- oder GS-Zeichen verwenden. Arbeiten an Elektroleitungen und -geräten sind Sache des Fachmannes.
  • Elektrische Geräte beim Verlassen des Raumes abstellen, besser noch ausstecken (denken Sie dabei besonders an Bügeleisen, Herdplatten, Fritteusen, Toaster, Tauchsieder usw.)
  • Kabel und Stecker regelmäßig überprüfen.
  • Tauchsieder und andere Elektrowärmegeräte möglichst mit Schutztemperaturbegrenzer und auf feuerfesten Unterlagen benützen.
  • Heizgeräte nur mit Sicherheitsabstand zu Möbeln und Gardinen betreiben.
  • Keine Sicherungen selbst reparieren.
  • Steckdosen nicht durch unzulässige Abzweigstecker erweitern.
  • Beim Auswechseln von Glühbirnen auf die richtige Watt-Zahl achten.
  • Bohren und Nageln in senkrechter oder waagrechter Linie zu Steckdosen oder elektrischen Schaltern ist lebens- und brandgefährlich. Ein Leitungssuchgerät hilft.

Brandrisiko Mehrfachsteckdosen!

Bei unsachgemäßer Verwendung oder bei mangelnder Qualität bergen Mehrfachsteckdosen große Brandrisiken. Die vor allem in Privathaushalten weit verbreiteten Steckdosenleisten können sich bei elektrischer Überlastung entzünden und damit zur tödlichen Gefahr werden.

Gefährlich wird es immer dann, wenn zu viele Geräte mit hoher Stromaufnahme an einer Steckdosenleiste angeschlossen sind. Heizlüfter, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler oder Haushaltgrills gehören nicht an Mehrfachsteckdosen. Infolge einer Überlastung kann bei diesen Geräten Wärme entstehen, die schließlich einen Brand auslösen kann. Mehrfachsteckdosen sind auf eine Leistung von rund 3.000 bis 3.500 Watt ausgelegt, ein Heizlüfter liegt schon bei 1.500 bis 2.000 Watt.

Wichtig bei der Nutzung von Mehrfachsteckern ist, dass die Leiste nicht abgedeckt ist oder beim Betrieb in Kartons oder hinter Möbeln verschwindet. Auch dürfen Steckdosenleisten niemals hintereinander geschaltet werden. In Nassräumen wie Bädern oder im Spülbereich der Küche müssen Mehrfachsteckdosen grundsätzlich vermieden werden. Werden Strom durchflossene Steckdosen feucht oder läuft gar Wasser, beispielsweise aus einem tropfenden Wasserhahn, auf die stromführenden Teile, bedeutet das eine akute Brandgefahr.

Und wenn es trotz aller Vorsicht einmal brennen sollte: Alarmieren Sie die Feuerwehr über Notruf 112.

Alarmierungsstatus

Löschzug
I
Löschzug
II
Gruppe
I
Gruppe
II
Gruppe
III
Gruppe
IV

Einsatzstatistik

Gesamt 2022 136
THL 47 (35%)
Brand 45 (33%)
BMA 22 (16%)
VU 14 (10%)
Ölspur 8 (6%)

Stadt Ehingen (Donau)

Ehingen (Donau)

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